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    Pflichtpraktikum in Gesundheitsberufen: Alles, was du wissen musst

    Wie findest du einen Pflichtpraktikumsplatz? Was musst du beachten? Checkliste und Tipps für dein Pflichtpraktikum.

    Pflichtpraktikum in Gesundheitsberufen

    Was ist ein Pflichtpraktikum?

    Pflichtpraktika sind ein vorgeschriebener Bestandteil deiner Ausbildung in Gesundheits- und Therapieberufen. Sie finden in verschiedenen Einrichtungen statt und werden von deiner Schule koordiniert. Im Gegensatz zu freiwilligen Praktika sind sie Pflicht – ohne bestandenes Praktikum kein Abschluss.

    Je nach Beruf umfasst das Pflichtpraktikum zwischen 160 und über 2.500 Stunden in verschiedenen Einsatzbereichen.

    Wer braucht ein Pflichtpraktikum?

    Pflichtpraktika gibt es in fast allen schulischen Gesundheitsausbildungen:

    • Physiotherapie: ca. 1.600 Stunden in verschiedenen Einrichtungen
    • Ergotherapie: ca. 1.700 Stunden klinische Ausbildung
    • Logopädie: ca. 2.100 Stunden Therapie unter Supervision
    • Podologie: ca. 280 Stunden Behandlungspraktikum
    • Pflegefachkraft: ca. 2.500 Stunden praktische Ausbildung
    • MFA, ZFA: integriert in die duale Ausbildung

    So findest du einen Praktikumsplatz

    1. Frage zuerst deine Schule

    Die meisten Berufsfachschulen haben Kooperationspartner – Praxen, Kliniken und Einrichtungen, die regelmäßig Praktikant:innen aufnehmen. Frag frühzeitig nach der Liste!

    2. Nutze MedicMatch

    Auf MedicMatch findest du Arbeitgeber, die gezielt Pflichtpraktikumsplätze anbieten. Filtere einfach nach deinem Beruf und „Pflichtpraktikum".

    3. Bewirb dich initiativ

    Viele Praxen und Kliniken nehmen gerne Praktikant:innen auf, haben aber kein aktives Inserat. Eine kurze, freundliche Initiativbewerbung kann Türen öffnen.

    Checkliste: Vor dem Praktikum

    • Praktikumsvertrag oder Kooperationsvereinbarung unterschrieben?
    • Einsatzbereiche und Stundenzahl mit der Schule abgesprochen?
    • Ansprechpartner:in in der Einrichtung bekannt?
    • Schweigepflicht-Erklärung unterschrieben?
    • Arbeitskleidung / Dresscode geklärt?
    • Anfahrt und Arbeitszeiten organisiert?
    • Praktikumsnachweis-Heft besorgt?

    Während des Praktikums

    • Sei pünktlich und zuverlässig – der erste Eindruck zählt
    • Frag aktiv nach – niemand erwartet, dass du alles kannst
    • Dokumentiere deine Stunden – lückenlos und zeitnah
    • Hol dir Feedback – regelmäßig, nicht erst am Ende
    • Sprich Probleme frühzeitig an – bei deiner Anleitung oder der Schule

    Probleme im Praktikum?

    Wenn es nicht gut läuft, bist du nicht allein:

    1. Sprich mit deiner Praxisanleitung – oft lassen sich Probleme direkt klären
    2. Wende dich an deine Schule – die Lehrkraft kann vermitteln
    3. In Extremfällen: Ein Wechsel der Einrichtung ist möglich – aber nur in Absprache mit der Schule

    Tipp: Das Praktikum als Chance

    Dein Pflichtpraktikum ist mehr als eine Pflichtübung – es ist deine Chance, den Berufsalltag kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und vielleicht sogar deinen späteren Arbeitgeber zu finden. Viele Einrichtungen übernehmen ihre Praktikant:innen nach dem Abschluss!

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