Warum Vorpraktikant:innen ein Gewinn für Ihre Praxis sind
Viele Berufsfachschulen verlangen ein Vorpraktikum als Zulassungsvoraussetzung – zum Beispiel für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie oder Erzieher:innen-Ausbildungen (PIA). Wer diese Plätze anbietet, gewinnt einen entscheidenden Vorteil: Sie lernen motivierte Nachwuchskräfte kennen, bevor der Wettbewerb um Azubis überhaupt beginnt.
💡 Frühzeitig binden statt spät suchen: Vorpraktikant:innen, die positive Erfahrungen machen, bewerben sich mit hoher Wahrscheinlichkeit später für eine Ausbildung oder Stelle bei Ihnen.
Welche Berufe ein Vorpraktikum verlangen
| Beruf | Dauer | Hinweis |
|---|---|---|
| Erzieher:in (PIA) | 6 Wochen – 6 Monate | Je nach Bundesland, z. B. 240h in NRW |
| Physiotherapeut:in | 4–12 Wochen | Viele Berufsfachschulen fordern es |
| Ergotherapeut:in | 2–4 Wochen | Teilweise als Zulassungsvoraussetzung |
| Logopäd:in | 2–4 Wochen | Oft als Hospitation gefordert |
| Heilerziehungspfleger:in | 3–6 Monate | In Einrichtungen der Behindertenhilfe |
| Hebamme | 2–4 Wochen | Empfohlen vor dem Studium |
So profitiert Ihre Einrichtung
1. Frühzeitiges Recruiting
Vorpraktikant:innen sind bereits entschlossen, in Ihren Berufsbereich einzusteigen. Nutzen Sie die Wochen, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren – lange bevor Stellenausschreibungen nötig werden.
2. Geringe Kosten, hoher Ertrag
Vorpraktika sind in der Regel unvergütet oder mit einer geringen Aufwandsentschädigung verbunden. Der administrative Aufwand ist überschaubar, der Nutzen langfristig.
3. Praxistest auf beiden Seiten
Sie und die angehende Fachkraft können prüfen, ob die Zusammenarbeit passt – ganz ohne die Verbindlichkeit eines Ausbildungsvertrags.
4. Employer Branding bei Fachschulen
Berufsfachschulen empfehlen häufig Einrichtungen weiter, die regelmäßig Vorpraktikumsplätze anbieten. So werden Sie zur ersten Anlaufstelle für motivierte Bewerber:innen.
Checkliste: Vorpraktikumsplatz einrichten
- Ansprechperson benennen – Eine feste Betreuungsperson für die gesamte Dauer
- Einsatzplan erstellen – Abwechslungsreiche Einblicke in verschiedene Arbeitsbereiche
- Erwartungen klären – Was dürfen Vorpraktikant:innen tun, was nicht? (Hygienevorschriften, Patientenkontakt)
- Feedback einplanen – Kurze wöchentliche Gespräche zur Orientierung
- Bescheinigung vorbereiten – Berufsfachschulen verlangen einen Nachweis über Art und Dauer des Praktikums
- Kontakt halten – Nach dem Praktikum in Verbindung bleiben (z. B. per E-Mail oder Einladung zu Praxis-Events)
Vorpraktikumsplatz auf MedicMatch® inserieren
Auf MedicMatch® können Sie Vorpraktikumsplätze als eigenen Angebotstyp veröffentlichen. Schüler:innen können gezielt danach filtern – so erreichen Sie genau die richtige Zielgruppe.
So geht's:
- Erstellen Sie ein neues Inserat unter Stellen verwalten
- Wählen Sie den Typ „Vorpraktikum"
- Geben Sie den Beruf und Ihre Praxis-Standort an
- Veröffentlichen – fertig!
Tipp: Verlinken Sie Ihr Inserat direkt an die Berufsfachschulen in Ihrer Region. So erhalten Sie gezielt Anfragen von passenden Kandidat:innen.
Häufige Fragen
Muss ich Vorpraktikant:innen bezahlen? Nein, ein Vorpraktikum ist in der Regel unvergütet, da es eine Zugangsvoraussetzung zur Ausbildung ist. Eine freiwillige Aufwandsentschädigung (z. B. Fahrtkosten) ist natürlich möglich und wird geschätzt.
Brauche ich einen Vertrag? Ein einfacher Praktikumsvertrag ist empfehlenswert. Er regelt Dauer, Arbeitszeiten, Versicherungsschutz und Schweigepflicht. Viele Fachschulen stellen Musterverträge zur Verfügung.
Wie lange dauert ein Vorpraktikum? Das hängt vom Beruf und der jeweiligen Fachschule ab – zwischen 2 Wochen und 6 Monaten. Die genauen Anforderungen erfahren Sie bei der Berufsfachschule.
Kann ich Vorpraktikant:innen anschließend direkt als Azubi übernehmen? Ja – und genau das ist der strategische Vorteil. Wenn die Zusammenarbeit passt, können Sie frühzeitig einen Ausbildungsvertrag anbieten.